Video einer Rauchgasexplosion in Harrison (USA)

Während eines Feuerwehreinsatzes in Harrison (Bundesstaat New Jersey, USA) kam es zu einer Rauchgasexplosion.

Die Feuerwehr war gerade dabei das Feuer in dem zwei stöckigen Reihenhaus zu bekämpfen als es ohne Vorwarnung zur Explosion kam. Dabei wurden fünf Feuerwehrmänner verletzt. Diese mussten im Krankenhaus behandelt werden. Am schlimmsten erwischte es den Battalion Chief. Dieser hatte massive Schnittwunden durch zerborstenen Glasscheiben im Gesicht.


Auf Statter911 gibt es dazu weitere Informationen.

Wenn man bedenkt, dass die Einsatzstelle faktisch nicht abgesperrt ist, sondern auch die Zivilisten aktiv die Feuerwehr unterstützen, muss man von Glück sprechen, dass keine Passanten verletzt wurden.

Was ist eine Rauchgasexplosion?

Eine  Rauchgasexplosion oder auch Backdraft genannt, entsteht nachdem ein fortgeschrittener Entstehungsbrand in einem geschlossenen Raum faktisch erstickt ist. Das offene Feuer ist erloschen und es wird vermehrt Kohlenmonoxid (CO) oder bei hohen Temperaturen noch Pyrolyse-Gase gebildet. Anschließend sinkt die Temperatur und durch das abkühlen der Brandgase entsteht ein relativer Unterdruck im Brandraum. Das Gemisch ist nun fett, also es befindet sich oberhalb der Explosionsgrenze.

Sobald nun Sauerstoff in den Raum eintritt, zum Beispielt durch den Angriffstrupp oder ein zerborstenes Fenster, und sich mit dem Gasgemisch vermischt, bildet sich ein explosionsfähiges Gemisch. Dieses kann mit einer Zündquelle eine heftige Rauchgasexplosion auslösen.

Erkennbar ist eine Rauchgasexplosion hauptsächlich nur an dem Unterdruck im Brandraum und dem damit verbundenen Saugeffekt. Des Weiteren sind stark verrußte Fenster ein Erkennungszeichen für eine kalte Brandstelle. Jedoch kommen diese Art der Explosionen nur selten vor, da ein Brand meistens rechtzeitig entdeckt wird und die Feuerwehr somit vorher vor Ort ist.

Quellen:

Atemschutz (Reihe Einsatzpraxis, ecomed Sicherheit, 5. Auflage 2011)

 




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