Wärmebildkamera – Brandbekämpfung

Teil 5 der Gastartikelreihe von Wärmebildkameras im Einsatz zum Thema ”Einsatz der Wärmebildkamera im Innenangriff” beschäftigt sich mit dem Thema “Brandbekämpfung”.

Teile: Grundwissen Technik, Erkundung, Würfelblick, Personensuche, Brandbekämpfung

 

 

Brandbekämpfung

Bei der Brandbekämpfung kann die Wärmebildkamera dabei unterstützen, den Löschangriff optimal durchzuführen. Hier gibt der Truppführer dem Strahlrohrführer genaue Anweisungen. Wird der Löschangriff durchgeführt, ist die Wirkung sehr gut mit der Wärmebildkamera zu beobachten. Wird eine heiße Stelle (rot, gelb oder hell weiß dargestellt) durch den Löscheinsatz nicht dunkler, wird entweder nicht die richtige Stelle getroffen oder die abgegebene Wassermenge reicht nicht aus.

Ein Angriffstrupp bei der Löschwasserabgabe im Innenangriff

Ein Angriffstrupp bei der Löschwasserabgabe im Innenangriff

Beim Löschangriff ist es, im Gegensatz zur Personensuche, sinnvoll, wenn der Truppführer sich hinter dem Strahlrohrführer befindet und so dem Strahlrohrführer konkrete Anweisungen geben kann, wie dieser den Löschangriff auszuführen hat. Dies ist auch am sichersten, falls es zum Beispiel zu einer Durchzündung kommt, hier ist es möglich die Durchzündung zu blocken.

Es ist möglich, die Menge des abgegebenen Löschwassers genau dem Brand anzupassen, weitere Folgeschäden durch Löschwasser werden so verringert.

Durch die vorherige Anwendung des Würfelblicks und den Einsatz der Wärmebildkamera zum Tür-Check wird die Sicherheit der eingesetzten Kräfte deutlich erhöht.

 

Nachlöscharbeiten:

Für die Durchführung von Nachlöscharbeiten ist die Wärmebildkamera ebenfalls ein sehr gutes Hilfsmittel, hier liegt bisher auch der Einsatzschwerpunkt von Wärmebildkameras. Wärmebildkameras werden häufig erst für die Nachlöscharbeiten angefordert.

Bei den Nachlöscharbeiten eignet sich, im Gegensatz zur Brandbekämpfung im Innenangriff, der Farbmodus „Hitzefinder“. Also ein Farbmodus, wo der heißeste Bereich in einer Farbe dargestellt wird. Dies Funktioniert aber nur sicher, wenn nicht der komplette Raum noch durch den vorherigen Brand aufgeheizt ist.

Die Wärmebildkamera kann hier schnell und einfach dabei unterstützen, noch vorhandene Glutnester aufzudecken oder drohende Sekundärbrandereignisse (zum Beispiel im Deckenbereich) frühzeitig zu erkennen und somit Folgeschäden zu vermindern.

Aber auch hier sollte mit Sinn und Verstand vorgegangen werden, nicht jede kleine Erwärmung muss unbedingt ein Glutnest sein, wegen dem die Wand geöffnet werden muss. Es kann sich beispielsweise auch um Rohrleitungen handeln, die durch den Brand einfach nur erwärmt wurden. Hier ist es sinnvoll, an einem anderen Punkt des Raumes eine Referenzmessung durchzuführen und zu überprüfen, ob wirklich eine deutliche Erwärmung vorliegt, die auf ein Glutnest schließen lässt.

 

Abschließend kann gesagt werden, dass die Wärmebildkamera ein gutes Hilfsmittel im Innenangriff sein kann. Man sollte jedoch bedenken, dass auch eine entsprechende Ausbildung notwendig ist und dass es sich um ein weiteres Gerät handelt, dass mitgeführt werden muss.

Man darf sich jedoch niemals nur auf die Wärmebildkamera verlassen, auch sollte weiterhin der Einsatz ohne Wärmebildkamera trainiert werden. Es darf nicht passieren, dass ein Angriffstrupp nur noch in der Lage ist, vorzugehen wenn eine Wärmebildkamera vorhanden ist.

 

Für weitere Informationen rund um das Thema Wärmebildkameras schaut doch einfach mal auf www.wbk-einsatz.de vorbei oder besucht unsere Facebook-Seite www.facebook.com/waermebildkamerasimeinsatz. Dort haben wir es uns zum Ziel gemacht, unabhängige und überprüfte Informationen über Wärmebildkameras für die Feuerwehr bereitzustellen.

Seit September gibt es dort auch unser Ausbilderhandbuch für die Freiwilligen Feuerwehren kostenfrei zum Download, hoffentlich ein weiterer Schritt für mehr gute Ausbildung mit der Wärmebildkamera in Deutschland.

 

Für Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Das Team von Wärmebildkameras im Einsatz

 

 




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