Jan Südmersen hat dieses interessante Video auf Facebook gepostet.
 
Zu sehen ist die Erkundung, erste Brandbekämpfung, Menschenrettung mit einer 1/2 Besatzung der Engine aus Sicht einer Helmkamera.
 
Ein paar Kritikpunkte gibt es allerdings: Keine Sicherheit, nur geringe Erkundung, keine Rückmeldung, Einweisung der nachfolgenden Kräfte nur durch eine Person und die Brandbekämpfung musste abgebrochen werden.
 

 
Wie ist eure Meinung zu dem Video?
 




16 Antworten : “Video: Erkundung, Brandbekämpfung & Menschenrettung mit 1/2 Besatzung”

  1. @andi_y_ sagt:

    Also rein unter dem Aspekt zur Menschenrettung, Erkundung und Aufbau der Wasserversorgung vielleicht okay. Um sich ein wenig Zeitgewinn zu verschaffen.
    Aber es sollte nicht die Praxis sein. Alles Weitere besonders was den Atemschutzeinsatz angeht sollte nicht ohne Verstärkung von statten gehen.

  2. Ich finds gut!
    Person ist echt schnell draußen und das ist doch auch das wichtigste!?
    Klar ist da einiges nicht so toll, aber was soll man machen?
    Die können ja schlecht erst noch mal ne Runde um den Blog fahren und auf verstärkung warten.
    Was soll man den länger erkunden? Person im Gebäude, hinten kein Zugang, Attacke!
    Zumindest ist das mein eindruck als Feuerwehrmann der keinen anspruch auf richtigkeit erhebt.
    Peter

  3. Wie lange waren die Kräfte den wirklich ohne Sicherheitstrupp im Innenangriff eingesetzt bzw. wären es gewesen. Ca. 2 Minuten nachdem die Kräfte reingegangen sind war der 2. Trupp voll ausgerüstet an der Tür.

    Wenn man in Deutschland von einer Staffelbesatzung am Anfang ausgeht, wobei der Wassertrupp noch die noch die Wasserversorgung aufbauen muss, wäre da nach 4 Minuten der Sicherheitstrupp bereit gewesen?

    Muss der Sicherheitstrupp den nach den aktuellen Richtlinien fertig ausgerüstet sein wenn der Angriffstrupp mit dem Innenangriff beginnt?

    • Die FwDv 7 (7.2) sagt ganz klar, sobald ein Trupp unter PA ein Gebäude betritt muss ein Sicherheitstrupp in gleicher Stärke und mit gleicher Ausrüstung wie der vorgehende Trupp bereit stehen!
      Bei der Menschrettung gibt es zwar Außnahmen, aber auf der anderen Seite heißt es auch Eigenschutz geht vor allem!
      Zu beachten ist auch, werden 2 verschiedene Angriffswege genutzt, Haupteingang und Hinter- oder Kellereingang, muss für jeden Angriffsweg ein Sicherheitstrupp bereit stehen!

      • 1. Es gibt keine Ausnahmen, denn Menschenrettung ist eine Ausnahme! Quasi ALLES erlaubt! 😉

        2. Sofern die Zugänge zum Objekt für den Si-Tr / ASÜ einzusehen sind und zeitnah zu erreichen sind, reicht 1 Si-Tr. Sonst müsste ebenfalls ein zweiter Abschnitt / ASÜ eingerichtet werden, weil es in der Praxis sonst nicht umzusetzen ist.

        In der Praxis entscheidet der Moment und die Situation vor Ort, wie die Lage einzuschätzen ist und ganz besonders das TEAM vor Ort.

        Sieht man ja in dem Video! 🙂

        • zu 1: verstehe ich nicht. „Es gibt keine Ausnahmen, denn Menschenrettung ist eine Ausnahme! Quasi ALLES erlaubt!“
          – Die eigene Sicherheit geht trotzdem vor

          zu 2: Ich denke es muss kein zweiter Abschnitt gebildet werden, nur weil ein Trupp einen weiteren Zugang nutzt. (Außerdem hatte ich ja geschrieben Keller/Hintereingang. Die sind in der Regel nicht direkt nebeneinander!)
          Des weiteren wird die ASÜ meistens zentral verwaltet.

          Zur Info Auszug aus der FwDv 7.2:
          An jeder Einsatzstelle muss für die eingesetzten Atemschutztrupps mindestens ein Sicherheitstrupp
          (Mindeststärke: 0/2/2) zum Einsatz bereit stehen. Je nach Risiko und personeller Stärke des eingesetzten Atemschutztrupps wird die Stärke des Sicherheitstrupps
          erhöht…

          Klar Theorie und Praxis sind immer zwei verschiedene Paar Schuhe, aber die FwDv wurden ja auch nicht aus Langeweile geschrieben. 😉

          • zu 1.
            Das sagt mir mein Verstand als Feuerwehrmann, wo ich reingehen kann und wo nicht. Sonst meine Führungskraft, wenn ich ihm vertraue. Und (nochmal) die Situation vor Ort.
            zu 2.
            Wenn Du 2 getrennte (nicht einsehbare) Zugänge zum Objekt hast, wirst Du sofern Du deine Einsatzkräfte WIRKLICH führst und Du Wert auf Qualität legst, kommst Du um eine zweite ASÜ nicht herum und je nach Situation vor Ort wird ein guter EL evtl. einen zweiten Abschnitt anlegen, womit eine 2 ASÜ unabwendbar ist.

            meistens Zentrale ASÜ?
            Meines Erachtens -> theoretischer Schrott! Planspiel-Athleten-Ergebnis! 🙂

            bla … bla … Auszug aus der FwDV7, womit ich direkt zum nächsten Punkt kommen möchte:

            „Klar Theorie und Praxis sind immer zwei verschiedene Paar Schuhe“

            FALSCH! Aufpassen!

            Theorie ist vielleicht ein paar Schuhe, worauf Du stehen kannst, aber Praxis bilden die Hände und die Erfahrung im Umgang damit!

            stay safe

          • Warum brauche ich für einen zweiten Eingang eine weitere ASÜ?
            Die Erklärung warum eine zentrale ASÜ quatsch ist versteh ich auch nicht. Zentrale ASÜ klappt wunderbar!

            Mit wievielen Abschnitten arbeitet ihr in der Regel? Da braucht ihr ja bei jedem Brandeinsatz einen ELW 2 um mit den ganzen Abschnitten / Funkkanälen überhaupt klar zu kommen, wenn für alles ein separater Abschnitt gebildet wird. So viele Funkgeräte haben wir gar nicht. Arme ELW Truppe die bei so einem Einsatz den Überblick behalten muss.
            Ich habe bis jetzt maximal mit drei Abschnitten gearbeitet. Menschenrettung, Brandbekämpfung und Wasserversorgung…

          • Zum Thema zentrale und dezentrale ASÜ möchte ich auf den Artikel verweisen:
            http://www.innenangriff.com/2011/10/15/atemschutzueberwachung-asue/

            Ich bin kein Fan der zentralen ASÜ. Gerade bei Brandeinsätzen ist die dezentrale Atemschutzüberwachung sinnvoller!

  4. HIER sollte ein paar WICHTIGE Dinge beachtet werden:

    – Wohneinheit ist ebenerdig ( vermutlich auch kein Kellergeschoß)
    – Nach Eintreffen genaue Angaben über eine vermisste Person, mit ungefährer Angabe über die Position
    – Der LT / GF geht IMMER mit rein! Sitz mit PA ausgestattet!
    – GLÜCK beim Auffinden der Person ( es ist dunkel wie im Bärenars## und es war jetzt nicht zu erkennen ob ne WBK im Einsatz war, obwohl diese einfach Standart auf den Auto’s ist, in Amiland zumindestens!

    Ich persönlich denke, es war ein gut eingespieltes TEAM und das macht es aus und führte mit der guten Portion Glück zum ERFOLG!

    Sicherheit „HIN oder HER“, wer würde nicht so Vorgehen?!?! Vorschriften, … JA … gibt es! Und solange man die Möglichkeit sie einzuhalten sollte man es tun, alles was danach kommt ist die Gefahr die jede Einsatzstelle mit sich bringt, egal ob Ölspur oder Feuer, ein Restrisiko besteht, nur man sollte sich bewußt sein, für WAS man seinen Arsch riskiert!

    stay safe everybody out there!

  5. @andy
    Mich verwundert deine Aussage sehr, weil eine „zentrale ASÜ“ in einem solchen Fall, als „suboptimal“ oder in meinen Worten als „Schrott“ zu bezeichnen ist.
    Wenn Du ASÜ schon öfter gemacht hast, müsstest Du es eigentlich wissen, den der Informationsfluß zu gewaltig ist, um ihn wirklich qualitativ einzusetzten im MAYDAY-Fall.

    Hier aber nochmal der Link zum Artikel von Flo
    http://www.innenangriff.com/2011/10/15/atemschutzueberwachung-asue/

    In der Regel gibt es NUR einen Abschnitt, bis gute Führungskräfte diese in Abschnitte aufteilen um die Qualität beizubehalten, ebenso die Sicherheit der eingesetzte Kräfte auf hohen Stand zu halten.
    Das Einsatzaufkommen bestimmt die Anzahl der Abschnitte, nicht die Tätigkeiten! Schon was aufgefallen / bemerkt …?

    GENAU! Wie eine gute ASÜ! Wenns zuviel wird, … TEILEN!

    Und warum bezeichnest Du so die „arme ELW-Truppe“ die den ÜBERBLICK behalten soll?

    Die ZENTRALE ASÜ wird noch viel mehr Info´s bekommen und warum?
    GENAU es gibt wesentlich mehr Geräteträger, als Abschnittsleiter!

    Kenne euer Konzept nicht, aber Abschnitte werden meines Wissens nach hauptsächlich in geographische Räume aufgeteilt und nur unter besonderen Umständen in Tätigkeitsbereiche, wie „Wasserversorgung“ aufgeteilt.

    JETZT VERSTANDEN? 🙂

    • Ich glaube die Größenordnung von der wir sprechen variiert ein wenig.

      Wir haben auch anscheinend sehr unterschiedliche Ansichten bzw. Vorgehensweisen kennengelernt….

      Egal passt scho! 😉

  6. DV hin und her, jeder Einsatz ist anders und muß sepr. betrachtet werden. Jedes Bundesland in Deutschland lehrt es so oder so. Je nach Einsatzleiter geht die Manschaft so oder so vor, alles muß im Sinne der Verantwortbarkeit, EL oder Trupp liegen.

    Wenn du einen erfahrenen Trupp hast und der Sicherheitstrupp der Wassertrupp bzw. Angriffstrupp auf dem nächsten Auto in ein paar Minuten vor Ort ist, warum nicht.

    Ich selbst habe Erfahrung aus beiden Positionen, A-Trupp und EL wir gehen immer rein, wenn wir es verantworten können und die Situation so ist wie sie hier dargestellt wird. Klar würde ich nie einen Trupp zum Kellerbrand ohne Sicherheitstrupp in ein Gebäude schicken, aber ebenerdig oder in einer Etagenwohnung wenn Menschenleben in Gefahr ist dann immer.

  7. benjamin sagt:

    also mal ganz klar daumen nach oben….

    sicherlich ist das alles nicht ganz richtig…aber ich finde das es sehr gut ist…zumal wenn man de zeit siht zügig die person raus war….ich denke das wir in deutschland nicht den mum haben so was zu machen…ich sehe das so…wenn eine person noch vermisst wird warum dann nicht so…verstärkung war relativ schnell da…einfach mal arsch in der hose haben….

  8. DontSwitch sagt:

    Ich denke über das Thema Sicherungstrupp kann man diskutieren; ich persönlich würde ein Vorgehen mit Sicherungstrupp vorziehen – bei einem so übersichtlichen Gebäude und dem Wissen über eine vermisste Person, sowie dem in Kürze eintreffenden Sicherungstrupp ist es aber vertretbar.

    Was mich deutlich mehr wundert ist der Ablauf der Reanimation. Effizient ist diese nicht, und durch das verbringen ins Auto entstehen nur Nachteile.
    Die geringen Chancen werden dadurch auf jeden Fall verschlechtert.

    • Ich komme noch einmal auf das generelle MUSS eines Sicherheitstrupps zurück.
      Die FwDV 7 sagt, es MUSS …
      Die UVV sagt, im Einzelfall KANN auf den Sicherheitstrupp verzichtet werden.
      Jetzt kommt der Knackpunkt.

      Ein Wohnungsbrand mit einer vermissten Person ist generell !!! KEIN !!! begründeter Einzelfall.
      Es ist die Regel!!!
      Darauf hat sich mal ein Gremium aus hohen Herren geeinigt.
      Diese nennen sich AGBF und benennen diesen „kritischen Wohnungsbrand“ als Grundlage für die Fassung der Schutzziele!

      Für die Feuerwehr ist die Rettung einer Person aus einer brennenden Wohnung ALLTAGSGESCHÄFT!!!

      Wenn mehrere Personen vermisst werden, die vermisste Person ein schlankes 160kg-Täubchen ist oder etwaiige andere Erkundungsergebnisse vorliegen, dann spricht man vom „begründeten Einzelfall“, bei dem man auf die sofortige Stellung eines Sicherheitstrupps verzichten KANN!

      Dieser Sicherheitstrupp ist dann so schnell wie möglich nachzuziehen.

      Aber mal ehrlich …

      Ob da ein Trupp reingeht, oder nicht … entscheidet der ersteintreffende Einsatzleiter.

      Dieser wägt das Risiko gegen den Nutzen ab.

      Wenn es vertretbar ist, hat er nach bestem Wissen gehandelt. Sollte was passieren … isser erstmal reif!

      Im Zweifel muss der Trupp so lange warten, bis das Risiko eines Vorgehens vertretbar ist.

      Für die Person im Brandrauch … tut es mir leid … aber ich werde meine Einsatzkräfte nicht über Gebühr gefährden…

      Weder in einem Aufnahmeantrag der FF noch in einer Ernennungsurkunde der BF steht, dass man sich umbringen soll.

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